Übungsdienst Verkehrsunfall

Übungsszenario
Fahrzeug liegt auf der Seite
Einsatzübung
Fahrzeug abgestützt
Übbungsszene
Ablageplatz
Fahrzeug liegt auf der Seite
Ausbilder erklärt das weitere Vorgehen
Auto ohne Türen und ohne B-Säule
Rettungsschere im Einsatz
Türöffnung
Rettungsspreizer im Einsatz
Rettungsschere im Einsatz
Fahrzeug mit entferntem Dach

Am 16.07.2021 trafen sich die Kameradinnen und Kameraden der 4.Gruppe zum monatlichen Übungsdienst. Das Thema dieser Ausbildung lautete „alles rund um den Verkehrsunfall (VU)“. In den letzten Jahren verzeichnen wir im Raum Winsen zwar einen Rückgang der Einsatzform VU, doch kann es jederzeit passieren, wieder mit so einem Einsatz konfrontiert zu sein! Um auch zu jeder Zeit entsprechende Hilfe leisten zu können, standen zwei alte Fahrzeuge zum Üben für uns bereit. Um 19:20 Uhr konnte D. Mönnich die Anwesenden kurz am FGH Winsen (Aller) begrüßen und es wurde um 19:30Uhr der Weg zum Übungsgelände angetreten. An dieser Stelle möchten wir uns bei der FA. Struck Recycling-Hof OHG bedanken, die durch ihre Unterstützung mit der Bereitstellen von Fahrzeugen und Nutzung ihres Betriebsgeländes diese Ausbildung ermöglichten. Nach dem Eintreffen und Positionierung der Fahrzeuge, gab es eine Erläuterung der beiden Ausbildungsstationen. Dann übergab der Gruppenführer D. Mönnich die Leute an die beiden Stationsausbilder, B. Warmann und M. Zylka. Beide sind erst in diesem Jahr zur Feuerwehr Winsen und in unsere Gruppe gekommen, doch schon lange Jahre im Feuerwehrwesen unterwegs. Durch diesen glücklichen Zufall bestand die Gelegenheit über den Tellerrand zu schauen und auch neue Lösungsansetze aus anderen Feuerwehren, für bestehende Problemstellungen zu erarbeiten und zu Testen. Beginnend mit der Aufgabe Sichern und Stabilisieren, starteten beide Gruppen. Zum einen die klassische Ausgangssituation, „Auto steht auf den Rädern“ und zum anderen „es liegt auf der Seite“. In ruhiger, zielorientierter Vorgehensweise wurden beide Fahrzeuge fixiert, Vor- und Nachteile aufgezeigt. Nach dem Tausch der Stationen wurden die Aufgabe am jeweils anderen Fahrzeug wiederholt. Doch auch die weiteren Schritte hatten es in sich. Neben dem Spreizer und der Rettungsschere wurden auch Hydraulikstempel in unterschiedlichen Größen eingesetzt. Es ging über die Erstöffnung (Zugang für den Rettungsdienst), über das Schaffen einer Rettungsöffnung in Form Tür entfernen, bis zur einem Öffnen der kompletten Fahrzeugseite. Dieses ist Teil einen patientenorientierten Rettung, um weitere Verletzungen oder eine Verschlechterungen des  Zustandes vorzubeugen. Auch die Sofortrettung wurde mit erarbeitet. Bei dieser geht es um die schnellstmögliche Befreiung des Patienten aus seiner Zwangslage. Das Ziel ist es, dem Rettungsdienst zu ermöglichen, lebenserhaltene Maßnahmen  gezielt durchführen zu können. Aber auch der Erstzugang ist nicht immer einfach, Glasmanagement heißt hier das Stichwort. Für den Zugang zum Verunfallten müssen oft erst Scheiben entfernt werden und dieses darf zu keiner Gefährdung des Patienten führen. Glassplitter sind selbst mit einem Röntgengerät nicht zu lokalisieren und somit schwer aufzufinden um diese dann gezielt zu entfernen. Bei diesen Ausbildungen vergehen die Stunden viel zu schnell und die Teilnehmer hätten gern noch mehr ausprobiert. Um 22:10 Uhr war dann auch die kurze Nachbesprechung vor Ort abgeschlossen, die Fahrzeuge zum Abtransport bereit und der Übungsplatz besenrein hergerichtet. In der Nachbesprechung dankte D. Mönnich den beiden Stationsleitern und die Rückmeldungen aus der Gruppe waren durchgehend positiv. Die sogenannten „alten Hasen“ haben genau wie die landläufig bezeichneten „Frischlinge“ ihr Wissen erweitern und festigen können. So konnte dann der Rückweg in das FGH Winsen angetreten werden, dort wurde noch eine Weile weiter gefachsimpelt und auch neue Szenarien erdacht. Das Fazit des Abends ein rundum gelungener Ausbildungsabend, mit viel Wissenswertes und auch Spaß am Ausprobieren.

Freiwillige Feuerwehr Winsen (Aller)

Stechinellistr. 4
29308 Winsen (Aller)